© 2019 by Ronald Mahlendorff. Proudly created with Wix.com

Informationen

→ Ruhezeiten sind in der Gartensparte einzuhalten!

      werktags: von 12:30 Uhr bis 15:00 Uhr und von 20:00 Uhr bis 07:00 Uhr

    Sonn- und Feiertags:  ganztägig

 

→ Alle Baulichkeiten im Gelände des Vereins sind genehmigungspflichtig.

     Die Baugenehmigung ist vom Antragsteller in einem formlosen Antrag und in zweifacher Ausfertigung mit vermasster Zeichnung beim Vorstand 

     einzureichen (Gartenordnung Punkt 7.).

    Mit dem Bau darf erst nach Übergabe der Baugenehmigung durch den Vorstand begonnen werden, widrigenfalls droht der Abriss! 

 

→ Swimmingpools sind im Kleingarten nicht zulässig!

     Kinderbadebecken hingegen sind lt. Rahmenkleingartenordnung des Landesverbandes möglich. Diese Becken kann der Vorstand während der

     Gartensaison genehmigen, wenn die max. zulässige Höhe von 0,50 m und das Fassungsvermögen von 3 m³ nicht überschritten wird.

     Chemische Wasserzusätze sind ebenfalls nicht gestattet.

 

→ Zaunmaterial  muss ab sofort beim Vorstand schriftlich beantragt werden, da dies aus ökonomischen Gründen nicht mehr auf Lager gelegt werden kann.

 

→ Das Müllabladen ist in der gesamten Anlage verboten, auch über den Zaun des Bauhofes. Bei Zuwiderhandlung werden die dafür entstehenden Kosten

     der Entsorgung auf alle Pächter umgelegt.

→ Heckenschnitt:

    Gemäß Punkt 5.3 der Rahmenkleingartenordnung dürfen Hecken zu Haupt- und Nebenwegen die Gesamthöhe von 1,20 m nicht überschreiten. An den  

    Außengrenzen zu privaten Grundstücken, Straßen, Feldern und Wiesen ist die max. Höhe auf 2,00 m festgeschrieben.    

    Die Hecken sind zweimal jährlich zu schneiden. Die Durchlassfähigkeit muss jederzeit gewährleistet sein. Das Einwachsen der Hecken in Wege ist nicht             gestattet.

→ Gemeinschaftswege und -flächen

     Das Befahren der Wege mit Kfz aller Art ist untersagt. Ausnahmen sind die Öffnungszeiten des Haupttores.

     Das Parken innerhalb der Kleingartenanlage ist verboten!  Bei wiederholten ignorieren des Parkverbotes kann kostenpflichtig abgeschleppt werden.

     Ausnahmen für das Befahren und Parken sind berechtigte Gartenpächter mit gültiger Ausnahmegenehmigung.

→ Arbeitsstunden

     Sind hälftig im 1. Halbjahr(bis 30.06. d.J.) und im 2. Halbjahr abzuleisten. Entsprechend werden die Arbeitestunden angerechnet.

     Beispiel: Ein Pächter müsste 10 Arbeitstunden leisten, also jeweils 5 Stunden  je Halbjahr. Jedoch war im 1. Halbjahr keine Teilnahme am Arbeitseinsatz.          Also können im 2 Halbjahr max. 5 Stunden geleistet werden, der Rest wird mit der Jahresrechnung in Rechnung gestellt

     

Strom- und Wasserzähler im Garten – bitte geeicht! Ansonsten wird der Anschluss kostenpflichtig stillgelegt.

      Das eigenständige Entfernen von Plomben am Stromanschluss und bei Blindstopfen(Wasseranschluß)

      ist nach StGB der Tatbestand eines Siegelbruches und kann mit einer Freiheits- oder Geldstrafe belegt werden.

     

  

    Artikel von Karsten Riedel (Leiter des Eichamtes Leipzig)


    Angesichts der Strom- und Wasserkosten reibt sich so mancher Gartenfreund alljährlich verwundert die Augen: So viel soll ich verbraucht haben? Hinzu      kommen „Differenzen“, die zwischen Hauptzähler und Summe der Unterzähler klaffen. Diese Differenzen werden in der Regel zu gleichen Teilen auf alle  

    Gartenbesitzer verteilt, wobei diese Anteile teils größer sind als der gemessene individuelle Verbrauch.

 
   Die Ursachen können vielfältig sein: Überalterte Leitungen lassen unbemerkt größere Mengen Wasser versickern. Elektroleitungen sind im Gartenverein oft      recht lang, haben geringe Querschnitte oder korrodierte Klemmstellen. Die Folge ist unweigerlich ein erheblicher Spannungsabfall und damit       

   Energieverlust. Die Elektroverteilung in so mancher Gartenlaube entspricht nicht den aktuellen Sicherheitsanforderungen und kann zusätzlich als 

   „Einladung zum Stromdiebstahl“ verstanden werden. Nicht zu unterschätzen ist der Eigenverbrauch der Elektro-Unterzähler: Pro Jahr können das je nach

   Fabrikat bei einem Wechselstromzähler 10 bis 20 kWh sein (bei Uralt-Modellen auch deutlich mehr!), die der Zähler selbst nicht messen kann – sehr wohl 

   aber der Hauptzähler. Bei 100 Unterzählern entstehen so ohne Weiteres 2.000 kWh „Differenz“.
 

 

   Neben diesen teils unvermeidbaren physikalischen Gegebenheiten bzw. teils nur aufwändig zu behebenden Mängeln ist die Messgenauigkeit der Zähler in 

   den Gärten selbst ein wesentlicher Teil des Problems. Nach 30 Jahren ohne Wartung und Prüfung darf man von Strom- oder Wasserzählern kein

   korrektes Messergebnis mehr erwarten. Elektrozähler sind in einer unbeheizten Gartenlaube erheblichen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen

   ausgesetzt, die im Gerät zu Betauung und nachfolgender Korrosion führen. Die Messgenauigkeit leidet darunter, insbesondere bei geringer

   Leistungsentnahme läuft der Zähler eventuell gar nicht mehr an.
 

   In Wasserzählern bilden sich unvermeidlich Ablagerungen von Kalk und Rost. Davon werden die inneren Strömungskanäle verengt, das Wasser strömt

   in der Folge mit höherer Geschwindigkeit auf das Laufrad – es wird ein Mehrverbrauch angezeigt. Ablagerungen und Fremdkörper können jedoch auch zur

   Schwergängigkeit oder Blockierung des Laufrades führen – in diesen Fällen wird ein Minderverbrauch angezeigt. Besonders nachteilig wirkt sich die

   Winterpause aus: Im Frühjahr sollte generell überprüft werden, dass der Zähler wirklich anläuft. Der wohlgemeinte Ausbau des Zählers im Herbst führt

   übrigens zum Austrocknen und lässt Ablagerungen aushärten, womit sich die messtechnischen Eigenschaften weiter verschlechtern.

 
   Was offenbar vielen Gartenbesitzern und einigen Vereinsvorständen nicht bewusst ist: Im geschäftlichen Verkehr besteht für Strom- und Wasserzähler 

   Eichpflicht. Die Verwendung ungeeichter Messgeräte ist ordnungswidrig und mit Bußgeld bedroht. Der Gesetzgeber unterscheidet im Mess- und Eichgesetz

   (MessEG) nicht zwischen „Hauptzähler“ und „Unterzähler“. Es spielt keine Rolle, ob der Lieferant der Elektroenergie oder des Wassers ein öffentliches

   Versorgungsunternehmen ist oder ob der Verein intern weiterverteilt. Vereine sollten deshalb in ihrer Satzung klären, ob der Verein oder der einzelne

   Gartenbesitzer zum Betreiben des Zählers verpflichtet und damit im eichrechtlichen Sinne verantwortlicher Verwender des Messgerätes ist.

 
   Seit 1. Januar 2015 muss sich auch der Verwender der Messwerte vergewissern, dass diese Messwerte aus ordnungsgemäß verwendeten geeichten Zählern

   stammen. In der Regel ist der Verein Verwender der Messwerte, da er die Abrechnung durchführt. Messwerte aus ungeeichten Zählern dürfen nicht zur

   Abrechnung verwendet werden. Dem verantwortlichen Vorstand droht bei Verstößen ein Bußgeld bis 50.000 €.

    

   Fazit: Sobald der mit einem Messgerät bzw. Zähler ermittelte Verbrauch von Elektrizität oder Wasser Grundlage für eine verbrauchsabhängige 

   Abrechnung ist oder in sonstiger Weise Einfluss auf die Höhe des vom Gartenbesitzer zu entrichtenden Entgelts hat, besteht Eichpflicht. Dies dient dem

   Schutz des Verbrauchers, der die Richtigkeit der Messergebnisse in der Regel nicht beurteilen kann und der deshalb nur einem von einer unabhängigen 

   Stelle geeichten Messgerät vertrauen kann. Die Mitglieder können übrigens nicht ihren Verein zum „eichrechtsfreien Staat im Staat“ erklären, indem sie

   sich unter Umgehung der Eichpflicht auf die Abrechnung mittels ungeeichter Zähler „einigen“.
 

   Eichung in Fakten:

   1. Neue Strom- und Wasserzähler tragen die CE-Metrologie-Kennzeichnung des Herstellers mit dem Jahr des Inverkehrbringens und 

      gelten damit als „geeicht“. 

      Beispiel: “M12“ =  Metrologiekennzeichnung 2012

 
   2. Eichfrist (immer ab Herstelljahr bzw. Jahr der letzten Eichung und unabhängig davon, ob der Zähler ganzjährig verwendet wird)  

       Elektroenergiezähler (mechanische Induktionszähler): 16 Jahre  Elektroenergiezähler (elektronische Zähler): 8 Jahre  Wasserzähler für

       Kaltwasser: 6 Jahre Bei Neukauf: Vorsicht vor Ladenhütern, bei denen ein Teil der Eichfrist bereits abgelaufen ist!

   3. Eichung In staatlich anerkannten  

       Prüfstellen, nicht in den Eichämtern. Bei Wasserzählern muss das Messwerk in der Regel vom Hersteller komplett ausgetauscht werden, damit die

       Fehlergrenzen eingehalten werden. Neuanschaffung ist dabei in der Regel wirtschaftlicher.

   4. Eichgebühren  Einphasenwechselstromzähler: 19,60 €, ab 20 Stück 12,20 €  Mehrphasenwechselstromzähler: 21,30 €, ab 20 Stück 13,50 €  

       Wasserzähler für Kaltwasser: 17,90 €, ab 10 Stück 11,10 €, ab 100 Stück 8,40 € - Stand 2015
 

   Bei Neukauf ist ein geeichter Zähler zwangsläufig teurer als ein nicht geeichter. Die Mehrkosten liegen jedoch erfahrungsgemäß unter einem Euro pro Jahr    der Eichfrist. Das ist es mir wert. Wo sonst kann ich mir für so wenig Geld so viel Ärger vom Hals schaffen?!

 
  
   Weiterführende Informationen: www.eichamt.sachsen.de  (Rechtsgrundlagen, Eichämter, staatlich anerkannte Prüfstellen)

 

 

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now